Zillertal – Berliner Höhenweg – Hüttenwanderung

Nach der Zugspitze im vergangenen Jahr wollten wir auch in diesem Sommer wieder eine mehrtägige Hüttenwanderung machen. Die Planung war etwas komplizierter, weil anfangs nicht klar war, ob wir wirklich nach Österreich einreisen dürfen oder vielleicht doch lieber Deutsche Hütten auswählen wollen.

Letztlich haben wir uns dann doch wie schon letztes Jahr angedacht, für das Zillertal und einen Teil des Berliner Höhenwegs entschieden.

Vorab: es war wirklich traumhaft schön! Super abwechslungsreiche Wanderungen bei doch recht gutem Wetter (entgegen der Vorhersage), zwei schöne Hütten und eine wunderbare Zeit mit den Mädels – ein rundum tolles langes Wochenende!

Start war am Schlegeis-Speicher bei Sonnenschein, von wo es über einem schönen Weg hinauf zum Friesenberghaus ging, unserer ersten Hütte.

Nachdem wir kurz die Rucksäcke abgestellt hatten, haben wir entschieden, noch vor dem Abendessen aufs Petersköpfle zu steigen. Oben erwartete uns eine fast mystische Stein Landschaft und der 45-minütige Aufstieg hat sich total bezahlt gemacht. Wir waren verzaubert.

Es folgte ein gemütlicher Hüttenabend mit leckerem Essen und verlässlicher Wettervorhersage vom Hüttenwirt.

Auf Grund dessen haben wir die für den nächsten Tag Besteigung des Hohen Rifflers umgeplant und sind direkt morgens zur nächsten Hütte aufgebrochen. Ab mittags waren schwere Gewitter vorher gesagt.

Über Schneefelder und Schneebrücken, Geröll und Wiesen ging es zur Olperer Hütte. Hier dürfte natürlich das obligatorische Brücken-Bild nicht fehlen.

Zum Glück war wegen des Wetters recht wenig los. Auch hier ging’s danach erst einmal aufs Zimmer, Rucksäcke auspacken und mit leichterem Gepäck dann weiter.

Noch war es trocken und kein Gewitter in Sicht, so dass wir auf den Riepenkopf hinauf wollten und bis zum Grat die Wanderung auf den Olperer steigen wollten. Nach ca. einer Stunde fing es dann allerdings leicht an zu regnen, so dass wir gemeinsam entschieden haben, umzukehren. Der Gipfel war eh an diesem Nachmittag nicht mehr das Ziel, da er wolkenverhangen war.

Zurück auf der Hütte gabs erst einmal einen leckeren Kaiserschmarrn und es stellte sich heraus, dass wir das Wetter richtig eingeschätzt hatten und es gut war, umzukehren. Es zog sich total zu, Nebel, starker Regen und so saßen wir gemütlich auf der Hütte, haben gekniffelt und Pläne für den nächsten Tag geschmiedet.

Da wir noch nicht genug vom wandern hatten, entschieden wir uns für einen längeren Abstieg. Eigentlich dachten wir an eine entspannte Wanderung, letztlich war dieser Tag definitiv der herausforderndste Tag für uns. Fast 17 km, sehr viel kraxeln und klettern, am Seil entlang, Schneelöcher und -Felder, Flussdurchquerungen und das ein oder andere Abenteuer erwarteten uns. Die Wanderung war traumhaft schön, wenn auch ziemlich anstrengend und seitlich länger als gedacht.

Ein Loch in der Hose, eine Schramme am Knie und nasse Beine waren das Ergebnis eines Schneefelds, dass nicht so ganz stabil war 🙈

Zum Glück waren das die einzigen Blessuren der kompletten Tour!

Die Rast auf der Lavitzalm kam genau zum richtigen Zeitpunkt, als wir wirklich erschöpft und unmotiviert waren. Nach einer kurzen Stärkung ging es weiter zurück ins Tal und der Weg war so wunderschön, dass alle Anstrengungen vergessen waren. Gleichzeitig konnten wir sehen, wir wir vorher schon geklettert waren, ziemlich beeindruckend.

Ziemlich erschöpft sind wir dann am Startpunkt angekommen! Super glücklich mit tollen Eindrücken und Erinnerungen ging’s zurück nach München! Dort wartete dann die lang ersehnte Dusche auf uns.

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